28. Juli 2021

Am liebsten biken wir in Zauberwäldern. Damit das so bleibt, setzen wir uns ganzjährig für saubere Wälder ein.

Die Verschmutzung durch Müll und Plastik bedroht Ökosysteme auf der ganzen Welt. Für uns Mountainbiker*innen ist der Naturgenuss einer der maßgeblichen Faktoren, weshalb wir den Sport ausüben. Daher ist es nur verständlich, dass wir uns selbst aktiv für deren Erhalt einsetzen.

FB-Sauberwald (1 von 1)

Mit der #Sauberwald-Bewegung lädt die Bike-Szene ein, sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen. Jedes Stück Müll, das wir aus dem Wald in die Mülltonne befördern, zählt.

Zeigt Eure Unterstützung für den Schutz unserer Wälder und Wege, in dem ihr den Hashtag #Sauberwald auf Insta und Co. verwendet, wann immer ihr Müll mit nach Hause nehmt. Egal ob als Verein, Kollektiv oder bei euren Solo-Abenteuern.

Aktionen

Werdet aktiv, schließt Euch einer Aktion an oder initiiert selber eine #Sauberwald-Aktion bei Euch zuhause.

Wir tragen die gemeinsamen Aktionen im Internet und durch unsere Pressearbeit wirksam in die Öffentlichkeit. Teilt Fotos und Videos eures Aktionstags in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #Sauberwald.

Zusammen können wir einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Natur, die wir so sehr schätzen, zu schützen.

 
  • Ruft eine #Sauberwald-Aktion auch in Eurer Region ins Leben!
  • Mobilisiert Eure Freund:innen und Mitglieder, Eure Vereine und Partner.
  • Meldet eure Aktion über das folgende Formular. Wir pinnen Eure Aktion auf der #Sauberwald-Karte, vernetzen Aktive und streuen die Bilder und Berichte über unsere Kanäle zusammen mit der DIMB und dem DAV.
  • Lasst Menschen in Eurer Region wissen, wo Ihr Euch trefft, was mitzubringen ist, was gestellt wird und wie der Müll entsorgt werden soll.
  • Gebt alles und tragt Euren Teil für mehr #Sauberwald bei!
  • Macht einen Ride oder Spaziergang durch Euren #Sauberwald.

#Sauberwald-Aktion melden


Bitte bleibt bei allem was Ihr tut – wie immer – auf den Wegen und durchkämmt bspw. nicht wahllos das Gelände nach Müll. So bleiben auch unsere tierischen Freunde in ihrer derzeitigen Brunftzeit ungestört.

Bitte stellt in jedem Fall sicher, dass die örtlichen Corona-Schutzverordnungen eingehalten und Abstände gewahrt werden. Eure Gesundheit steht stets im Vordergrund. Auch in Kleingruppen oder zu zweit kann schon viel bewegt werden.

Egal ob als Verein oder Privatgruppe - Ihr wollt aktiv werden und auch bei Euch einen #Sauberwald veranstalten? Dann schreibt uns eine Mail oder meldet Eure Aktion über das Formular.

Hintergründe

Die Auswirkungen auf unsere Natur durch Vermüllung sind gravierend. So braucht es - je nach Witterungsverhältnissen - etwa 10 Jahre bis eine Zigarettenkippe zersetzt wird, ca. 100 Jahre hat die Natur mit einem Tetrapack oder To-Go Becher zu kämpfen und bei Plastiktüten und PET-Flaschen muss fast ein halbes Jahrtausend verstreichen bis der Abfall verschwunden ist. So lange können und wollen wir nicht warten.

Bei den Zersetzungsprozessen werden gefährliche Inhaltsstoffe freigesetzt und treten in das Ökosystem ein, in unser Grundwasser und in unseren Wälder. Die Wälder in denen wir unterwegs sind, die unseren Sauerstoff produzieren, unser Trinkwasser speichern und ohne die wir unseren geliebten Sport nicht ausüben könnten.

Die großen Stärken von Kunststoffen wie Stabilität und Persistenz bilden für die Ökosysteme, die mit Plastikabfällen belastet werden, zugleich die größten Gefahren. Diese Faktoren behindern die Zersetzung bzw. den Abbau der Polymere und ebnen so den Weg für eine dauerhafte Einflussnahme von Kunststoffen auf die Umwelt. PET-Einwegflaschen geben Acetaldehyd ans Grundwasser ab – ein Stoff, der erwiesenermaßen krebserregend ist.

Über das Giftpotential von Zigarettenstummeln für die Umwelt machen sich die wenigsten Raucher Gedanken. Bis zu 4000 unterschiedliche Chemikalien stecken darin. Viele dieser Chemikalien bleiben im Filter zurück und gelangen ins Ökosystem, sobald man den Rest einer verglimmten Zigarette achtlos wegwirft. Bis zu 10 Jahre braucht es, bis die Natur der Zigarettenrest aufgelöst hat. Die Chemikalien aber gelangen ins Grundwasser und schädigen so eine wichtige Lebensgrundlage des Menschen und der Tiere.

Metalle sind nicht organisch und können daher nicht verrotten. Sie zerfallen nur durch Korrosion. Bei Aluminium, das für Getränkedosen verwendet wird, geschieht dies deutlich langsamer als zum Beispiel bei Eisen. Getränkedosen sind erst nach 80 bis 500 Jahren abgebaut.

Glas wird aus Quarzsand erzeugt, welcher ebenfalls nicht organisch ist und somit nicht verrotten kann. Eine Glasflasche kann über 50.000 Jahre bestehen. Zudem ist Glas im Wald gefährlich, da es wie eine Lupe wirkt und Sonnenlicht wie ein Brennglas bündelt. Das bedeutet, die Strahlen treffen alle an einem Punkt zusammen. Dort entsteht Hitze und trockene Blätter oder Gräser, die unter dem Glasstück liegen, können Feuer fangen.

Nehmt bitte Rücksicht auf die tierischen Bewohner eurer Wälder – nicht nur beim Müll sammeln. Denn jede Jahreszeit birgt Besonderheiten und verlangt Behutsamkeit.

Feed

Die Initiative #Sauberwald ist eine gemeinsame Aktion von:

DAV
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